
Es gibt nicht nur CETA, das EU-Handelsabkommen mit Kanada. Sondern auch CEPA – das geplante Comprehensive Economic Partnership Agreement mit Indonesien. Und das hat es in sich – wie eine Faktensammlung von PowerShift zeigt.
Ein Blick in den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD zeigt, dass die Koalitionäre bei vielen für den fairen Handel relevanten Themen die Politik der letzten Jahre fortsetzen werden. Das schreibt das Forum Fairer Handel in einer Stellungnahme.
TTIP und CETA lassen grüßen: Wie auf dieser Website schon mehrfach berichtet, verhandelt die EU derzeit hinter verschlossenen Türen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) über ein neues Handelsabkommen.
Richterbund, Kulturrat, Gewerkschaften, Umweltverbände und viele andere haben sich gegen das EU-Kanada-Abkommen ausgesprochen. Auch Unternehmen sparen nicht mit Kritik. Hier die Argumente der Arbeitsgemeinschaft Unternehmen für gerechten Handel.

Union und SPD wollen Freihandelsabkommen vorantreiben – mit weitreichenden Auswirkungen. So heißt es in einem Beitrag der Tageszeitung „Neues Deutschland“.
Nach dem kirchlichen Hilfswerk Misereor, der Verbaucherschutzorganisation Foodwatch, PowerShift und dem Netzwerk Steuergerechtigkeit legt nun auch das „Forum Umwelt und Entwicklung“ eine ausführliche Studie zur EU-Handelspolitik vor.
„Die EU hat aus den Protesten gegen TTIP und CETA offenbar nichts gelernt.“ Zu diesem Schluss kommt Thilo Bode von der Verbraucherorganisation foodwatch International in einer Mitteilung, die auf eine neue Studie hinweist.
Das geplante Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay bereitet auch der konventionellen Landwirtschaft Kopfzerbrechen: Sie fürchtet die Billigkonkurrenz. Die EU könnte noch mehr Industriefleisch ins Land lassen. Das zeigt ein online-Bericht des Agrarfachmagazins „top agrar“.
Das Netzwerk Gerechter Welthandel appelliert an die SPD, dem EU-Kanada-Handelsabkommen CETA im Bundestag nicht zuzustimmen. Warum es geht, zeigt der Wortlaut des Offenen Briefs, der am 2. Februar abgeschickt wurde.