Am Donnerstag tritt das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada in Teilen in Kraft. Dabei fallen die Handelsschranken nicht auf einmal, wie der Europa-Abgeordnete der Linken, Helmut Scholz, in einem Interview mit dem Deutschlandfunk erläutert. Allerdings wird der Bund gegenüber Kanada neue Kommunikationspflichten eingehen.
Aktuelles
Glyphosat: Neue Zweifel am Urteil
Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat in seinem Bericht zum Unkrautvernichter Einschätzungen der Industrie übernommen, ohne diese deutlich zu kennzeichnen. Wie Lobbyismus funktioniert (der ja auch bei der Formulierung von Handelsverträgen eine große Rolle spielt), zeigt dieser Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung.
JEFTA: Konzernlobbyisten bekommen Einfluss auf Gesetze
In den letzten Jahren ist die sogenannte regulatorische Kooperation in Handelsabkommen immer wieder in die Kritik geraten. Doch bislang hat die EU-Kommission nicht auf die Kritik an dem Lobby-Mechanismus im CETA-Abkommen mit Kanada und in den TTIP-Verhandlungen mit den USA reagiert. Im Gegenteil: Nicht nur bei TTIP und CETA hält sie daran fest.
Die Videos zum Anti-CETA-Aktionstag
Die Folgen sind gravierend: Sollte das kanadisch-europäische Handelsabkommen CETA ratifiziert werden, drohen die Absenkung von Umwelt-, Verbraucherschutz- und Arbeitsstandards, die Wiederzulassung von verbotenen Pestiziden, die Schaffung einer Paralleljustiz zugunsten internationaler Konzerne sowie die Einrichtung eines regulatorischen Rats, der künftig Gesetzentwürfe prüft, bevor sie Parlamenten vorgelegt werden. Deshalb …
Aktion in Konstanz: CETA – ab in die Tonne!
Wenn man vom Auftritt des Bundesaußenministers Sigmar Gabriel (SPD) absieht, spielt die EU-Handelspolitik im Wahlkampf keine Rolle. Niemand spricht davon, dass die Gespräche über das US-EU-Abkommen TTIP demnächst wieder aufgenommen werden. Dass das kanadisch-europäische Abkommen CETA noch scheitern kann – und zwar sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat. Dass mit dem geplanten Dienstleistungsabkommen Trade in Services Agreement (TiSA) der öffentliche Dienst und unsere Daseinsvorsorge renditeorientierten Konzernen dargeboten werden. Oder dass die geplante Investorenjustiz beim japanisch-europäischen Freihandelsabkommen JEFTA noch weitaus schlimmer ist als der Konzerngerichtshof bei CETA.
Belgien wird CETA-Prüfung beantragen
Die belgische Föderalregierung wird in den nächsten Tagen eine Prüfung des umstrittenen kanadisch-europäischen Freihandelsabkommens CETA beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) beantragen. Dies ist eine Konsequenz der innerbelgischen Einigung zu CETA aus dem vergangenen Jahr. Das schreibt die „Wiener Zeitung“.
(Im Bild: Eine Aktion der Linken-Fraktion des EU-Parlaments.)
Bundestagswahl: CETA und die Konstanzer Kandidaten
Das kanadisch-europäische Handelsabkommen CETA ist unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert. Es kann also noch gestoppt werden – unter anderem vom Bundestag oder vom Bundesrat. Wir wollten wissen, wie die Bundestagskandidaten im Wahlkreis Konstanz dazu stehen. Hier das Ergebnis.
Ein Vorgeschmack auf CETA
In den letzten Wochen kam das umstrittene Projekt einer illegalen und potenziell hochgiftigen Gold- und Silbermine im rumänischen Roşia Montană aufgrund der Verwicklungen in den österreichischen Wahlkampf in die Schlagzeilen. Das Projekt stößt seit 16 Jahren auf starken Widerstand bei den Menschen vor Ort und liegt auf Eis, nachdem rumänische Gerichte mehrere bereits erteilte Genehmigungen als rechtswidrig aberkannt haben.
Parteien im Test
Wie stehen die Bundestagskandidaten und ihre Parteien im Wahlkreis Konstanz zu CETA? Das wollen wir von ihnen wissen.
Gabriels Halbwahrheiten
Vergangenen Montag warb Außenminister Sigmar Gabriel auf dem Konstanzer Münsterplatz für die SPD. Wir vom Konstanzer Bündnis waren ebenfalls dort – mit einem Transparent und Anti-CETA-Fahnen. Gabriel nutzte unseren Auftritt für ein Plädoyer zugunsten des EU-Kanada-Handelsabkommens. Und stellte ein paar Behauptungen auf, die wir nicht einfach so stehen lassen wollen.









